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In jedem Praxiserfolg steckt ein Text, der heraus will

Kennst du das auch: Du hast einen guten Workshop gehalten, eine erfolgreiche Beratung gemacht, ein wichtiges Learning eingefahren, und du möchtest das gern mit einem größeren Publikum als nur deinen Workshopteilnehmern oder Beratungskunden teilen? Du überlegst, deine Erfahrungen in einem Artikel, einem Blog oder einem Buch zu veröffentlichen, aber du rätselst noch, wie das geht?

Dieser Transfer ist eine echte Herausforderung. Er erfordert ein Umdenken in ein ganz anderes kommunikatives Format. Das „Was“ ist da, die Botschaft, die rübergebracht werden soll, aber das „Wie“ muss radikal anders gedacht werden. 

Es gibt keinen Eins-zu-Eins-Transfer von mündlichem in schriftliches Format. Der beste Workshop der Welt würde als Text nicht funktionieren, wenn man ihn einfach transkribiert. Schon als Youtube-Video funktioniert er nur noch halb so gut, weil die unmittelbare Kopräsenz fehlt. In allem, was kommunikativ passiert, schwingt die ganze Situation mit, und die Situation „Mensch schaut Youtube-Video an“ ist eine andere als die Situation „Teilnehmer sitzt im Workshop“.

Um einen guten Text zu schreiben, muss man für diesen Unterschied der Situationen sensibilisiert sein. Ich gehe mit meinen Coachees den kommunikativen Vibes der jeweiligen Situation nach, und gemeinsam filtern wir heraus, was übertragbar ist und was nicht. Wir feilen an der besten Art, den Leser anzusprechen und die starken Interaktionsmomente im Medium des Textes nachzudichten.

Im Hintergrund steht ein Verständnis von Schreiben als Beziehungsarbeit und vom Text als Beziehungsangebot – ein Ansatz, den ich entwickelt habe am Schnittpunkt von wissenschaftlichem Schreiben und systemischer Beziehungsarbeit. Ich bin auch dabei, ein Buch dazu zu schreiben, aber es wird noch dauern, bis das fertig ist. (Denn: Ich muss es erst vom Workshop-Format und Coaching-Format ins Buch-Format übersetzen, und das erfordert Arbeit und ein feines Einregulieren der kommunikativen Vibes.)

Danke dem Workshop-Teilnehmer (Hans Räbiger-Stratmann), der mich auf die Idee gebracht hat, diesen Transfer zu machen!


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