Mein Ansatz im Schreiben und im Schreibcoaching ist: Schreiben ist Beziehungsarbeit! Ein guter Text ist nicht einfach eine kognitiv-rationale Darstellung von Sachinhalten. Ein guter Text ist durch und durch ein kommunikatives Geschehen zwischen Autor und Leser. (Hinweis: Aus Respekt vor den Verrenkungsmöglichkeiten und -grenzen der Sprache bezeichne ich die Kommunikationspositionen „Autor“ und „Leser“ im generischen Maskulinum.)
Der Leser ist, während man schreibt, natürlich nicht physisch anwesend. Aber er kann durch den Autor vorgestellt werden, es kann ein impliziter Dialog zwischen dem Autor und dem vorgestellten Leser geführt werden, und je intensiver dieser geführt wird, desto besser wird der Text. Der Text kann dann alle Schwingungen menschlicher Kommunikation enthalten: Einladen, Mitnehmen, Demonstrieren, Irritieren, Überraschen, Berühren, Schmunzeln und Schmunzeln-Lassen, u.a.m.